Kongress StadtBildung – Kooperation für mehr Chancengleichheit in der Großsiedlung

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Beim Kongress StadtBildung am 15.03.2018 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Bildung und Stadtentwicklung gemeinsam die Bedingungen für ein Gelingen von qualitativ hochwertiger Bildung und Chancengleichheit in sozial benachteiligten Großsiedlungen

„Gerade in den schwierigen Kiezen brauchen wir die besten Bildungsangebote“, so eröffnete die Bezirksbildungsstadträtin Karin Korte den Kongress StadtBildung, der im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in Berlin-Neukölln stattfand. Vor allem in sozial benachteiligten Stadtvierteln, wie Großsiedlungen, stellt sich die Frage: Wie gelingt es, allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beste Chancen zu bieten und Lernräume zu schaffen, die für alle zugänglich sind.

Expertinnen und Experten aus StadtBildung, Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung diskutierten aus pädagogischer und städtebaulicher Perspektive, welche Lösungen sich bewährt haben. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Idee des BildungsCAMPUS, der die verschiedenen Bildungseinrichtungen - wie Schule, Jugendzentren, Kindertagesstätten oder die Volkshochschule - räumlich verknüpft und dadurch die Vernetzung untereinander fördert. „Damit solche Projekte, wie der Bildungscampus gelingen, müssen alle Akteure und die Ressorts Stadtentwicklung und Bildung zusammenarbeiten“, betonte Thomas Duveneck, Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Bildung. „Den Rahmen dazu schafft ein professionelles Bildungsmanagement, das die unterschiedlichen Zuständigkeiten für die Bildung zusammen bringt“, ergänzte Dr. Karl-Heinz Imhäuser von den Montag Stiftungen. Der Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Jochen Lang, versprach: ,,Wir setzen alles daran, damit nicht nur die dringend benötigten Wohnung für die wachsende Stadt gebaut werden, sondern in den Quartieren auch Räume für alle Bildungsangebote bereitstehen.“

In Workshops arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zentralen Fragen zur Entwicklung von Campusprojekten, zum Beispiel: Wie gelingt die strategische Zusammenarbeit in Verwaltung jenseits von Zuständigkeiten? Wie kann der Sozialraum als Lernort genutzt werden? Und welche Rolle spielt dabei – vor allem in Großsiedlungen – der öffentliche Raum als Lernort? In einem Punkt waren sich alle einig: Kooperation auf allen Ebenen ist wichtig, denn nur gemeinsam lassen sich gute Bildungsquartiere gestalten.

Der Kongress StadtBildung war eine Veranstaltung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie des Bezirks Neukölln in Kooperation mit der Transferagentur für Großstädte der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

INFOBROSCHÜRE Campus Efeuweg

 

Fotos: Cathrin Bach

Fotos: Cathrin Bach