Naturwissenschaften an der GemS Campus Efeuweg

Allgemeine Aufgaben und Zielsetzung des Fachbereiches

Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie erkunden die Welt mit allen Sinnen und hinterfragen vieles. Dieses natürliche Verhalten wollen wir von Anfang an aufgreifen und Interesse für naturwissenschaftliche Phänomene gezielt fördern. Die Schüler*innen sollen auf diese Weise in die Lage versetzt werden, Alltagsphänomene zu erklären und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Umwelt entwickeln.

Grundstufe

In der Grundstufe stehen das Beobachten, das Beschreiben und die ersten eigenen Experimente im Vordergrund. Ohne Experimente ist ein naturwissenschaftlicher Unterricht nicht denkbar. Sie sind für den Lernerfolg der Schüler*innen essentiell. Daher wird hier ein besonderes Augenmerk auf das Durchführen von Schülerexperimenten gesetzt. Dieses Vorgehen wird besonders durch Lehrkräfte der Sekundarstufe unterstützt, welche auch an der Grundstufe für den experimentellen Unterricht eingesetzt werden. Darüber hinaus findet eine enge Zusammenarbeit mit dem OSZ Lise Meitner statt, welches regelmäßig Labore und Workshops für unsere Schüler*innen zur Verfügung stellt. Abgerundet wird das Angebot an der Grundstufe durch eine Arbeitsgemeinschaft, in der überwiegend naturwissenschaftliche Arbeitstechniken und experimentelles Vorgehen im Vordergrund stehen.

Sekundarstufe

In der Sekundarstufe wird nahtlos an die erworbenen Fähigkeiten angeknüpft. Es findet überwiegend problemorientierter Unterricht statt, in welchem die fachspezifischen Methoden und Kompetenzen weiterentwickelt werden. Die Schülerexperimente werden zielführend für die Erkenntnisgewinnung eingesetzt und ermöglichen in jedem Themengebiet einen Zugang zum naturwissenschaftlichen Verständnis.

Die Fächer Chemie, Physik und Biologie werden binnendifferenziert unterrichtet, so dass die Schüler*innen in jeder Stunde die Möglichkeit haben, nach ihrem eigenen Kompetenzstand zu arbeiten. Die Schüler*innen übernehmen damit gleichzeitig Verantwortung für den eigenen Lernprozess.

Fächerverbindende Aspekte

Die Sprachbildung ist eine ganzheitliche Aufgabe an der GemS Campus Efeuweg. Daher wird auch gezielt in den Naturwissenschaften darauf geachtet, dass die Sprachbildung im Allgemeinen aber auch die Anwendung von Fachsprache gefördert wird. Dies kommt unter anderem in der naturwissenschaftlichen Themenwoche (s.u.) zur Ausprägung.

Die Medienbildung ist ebenfalls ein integraler Bestandteil im naturwissenschaftlichen Arbeiten. Da ein Großteil der Fachräume mit interaktiven SmartBoards oder Videoprojektionsmöglichkeiten ausgestattet sind, lassen sich schnell Filmsequenzen, Animationen, Tabellen und Graphiken darstellen. Zusätzlich bieten die Laptop-Klassen die Möglichkeit, dass die Schüler*innen Internet-Recherchen, Text- und Tabellenarbeiten an ihren eigenen Geräten durchführen.

Durch die Vielzahl von verschiedenen Kontexten, die im naturwissenschaftlichen Unterricht möglich sind, bietet es sich parallel dazu an, entsprechende Berufsgruppen und -felder zu beleuchten. Der Unterricht bietet damit die direkte Chance Berufsorientierung einfließen zu lassen. Die Schüler*innen erfahren also nicht nur, wo und wie die erworbenen Kenntnisse Anwendung finden, sondern auch gleich welche konkreten Berufe damit in Berührung kommen. Auf diese Weise wird das Interesse und Verständnis für verschiedenste Berufe geweckt. 

NaWi-Laptop-Klassen

Für die Laptop-Klassen ist der Wahlpflichtunterricht „Naturwissenschaften“ verbindlich. Hier soll eine umfangreiche naturwissenschaftliche Bildung und eine sichere Medienkompetenz aufgebaut werden. Die Schüler*innen haben so die Möglichkeit ihr naturwissenschaftliches Interesse auszubauen und dies in modernen Medien widerzuspiegeln. Der Weg zum eigenständigen Lernen wird somit gestärkt. Für die Schüler*innen wird der Umgang mit Tabellen- und Textverarbeitung in interessante Kontexte gestellt. Genauso wird frühzeitig der Umgang mit Präsentations-Tools geübt, um die Schüler*innen optimal auf die Präsentationsprüfung am Ende des MSA vorzubereiten.

Eine spezielle naturwissenschaftliche Einheit des Wahlpflichtunterrichts besteht seit diesem Jahr in der praktischen Ausbildung. Die Schüler*innen werden durch Fachlehrer der Gemeinschaftsschule und des OSZ Lise Meitner in den Laboren des OSZs in der naturwissenschaftlichen Praxis unterwiesen. Sie erlernen einen sicheren experimentellen Umgang in Chemie, Physik und Biologie innerhalb sehr gut ausgerüsteten Laborräumen, wie sie in normalen Schulen nicht vorhanden sind.

Kooperation mit dem OSZ Lise-Meitner-Schule

Neben dem oben aufgeführten Angebot für die regelmäßige Labornutzung verbinden die Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg und das OSZ Lise Meitner noch weitere Projekte. 

Für fortgeschrittene Schüler*innen bietet die GemS Campus Efeuweg in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum (SFZ e.V.) die Möglichkeit „Jugend forscht“-Projekte zu bearbeiten. Das Schülerforschungszentrum ist in den Laboren und Räumlichkeiten des OSZ Lise Meitner angesiedelt und wird durch dortige Lehrkräfte betreut. Auch hier kommt den Schüler*innen eine umfangreiche Labor- und Materialausstattung zu Gute.

Für einen steten Kommunikationsfluss sorgen auch der Lehrer- und Referendarsaustausch. Die Referendare der GemS Campus Efeuweg sind i.d.R. auch am OSZ Lise Meitner tätig, ebenso wie einige Lehrkräfte, die dort Oberstufenunterricht erteilen. Genauso nutzt die Lise-Meitner-Schule die Möglichkeit ihre Referendare bei der GemS mitauszubilden.

Eine Nutzung der Lise-Labs wird regelmäßig durch die Grundstufe und Sekundarstufe in Anspruch genommen. So lernen bereits unsere jüngsten Schüler*innen den Gang zum OSZ Lise Meitner und bei vielen von ihnen hält die Begeisterung für naturwissenschaftliche Untersuchungen lange an. Bei einigen zieht sie sich durch das gesamte Schulleben und führt dazu, dass sie Schüler*innen am Ende selbst einen Abschluss oder eine Ausbildung am OSZ anstreben.

Naturwissenschaftliche Themenwoche: NaWi-Woche

Ein Kernstück der naturwissenschaftlichen Ausbildung an der GemS Campus Efeuweg ist die naturwissenschaftlichen Themenwoche. In dieser Woche wird in jeder Jahrgangsstufe von Klasse eins bis zehn ein naturwissenschaftliches Themenfeld bearbeitet. Dabei werden gezielt außerschulische Lernorte in die Woche integriert. Am Ende der Themenwoche steht ein gemeinsamer Prästentationstag, an dem alle Klassen ihre Ergebnisse, Lernwege und -erfolge präsentieren. Das Erlernen der dafür notwendigen Arbeitstechniken ist eine wesentliche Zuarbeit für die Präsentationsprüfung, welche Bestandteil des MSA ist.

Ausblick und Entwicklung

Ein großes Entwicklungspotential für die Naturwissenschaften liegt im Ganztagsbereich der Schule. Durch interessante Arbeitsgemeinschaften oder sogar Schülerfirmen lassen sich verschiedene Wissens- und Interessensbereiche der Schüler*innen ansprechen. Daher findet ein intensiver Austausch zwischen Ganztag und Naturwissenschaften statt, um zu beraten, wie in Zukunft Themen wie: Baustoffe und Kunststoffe, Papierherstellung, Naturkosmetik und vieles mehr, in den Ganztag eingebracht werden können.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Kooperationen mit dem OSZ Lise-Meitner und dem Schülerforschungszentrum. Hier muss ein regelmäßiger Austausch von Ideen und Lehrkräften gesichert werden, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu bereichern.