Entwürfe: © AFF - Architekten
Spatenstich am 5.3.2021 mit Schulleiter Reinald Fischer, dem Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel und Bildungsstadträtin Karin Korte und
Baustart im März 2021 Fotos: BA Neukölln/ U. Ungethüm

Das Zentrum für Sprache und Bewegung (ZSB) am Campus Efeuweg gehört als einziges Berliner Projekt zu den 24 „Nationalen Projekten des Städtebaus“, die im Rahmen des Bundesprogramms als Premiumprojekte der Baukultur in Deutschland gefördert werden.

Am 4.12. 2017 haben die Büros AFF Architekten und Stefan Bernard Landschaftsarchitekten aus Berlin den Wettbewerb für den Neubau eines Zentrums für Sprache und Bewegung gewonnen.

Mit dem ZSB entsteht am Campus Efeuweg ein einzigartiger Bildungs-, Erlebnis- und Begegnungsort mit zahlreichen Angeboten für die Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg, die Campus-Akteur*innen und die gesamte Nachbarschaft. Neben der schulischen Nutzung durch die Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg, wird die Otto-Suhr-Volkshochschule gemeinsam mit der Musikschule Paul Hindemith Sprach-, Musik- und Bewegungskurse im ZSB anbieten.

Die Förderung umfasst rund 10 Mio. Euro, wovon 2,7 Mio. vom Bund und 6,6 Mio. vom Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, finanziert werden. Mit dem Programm zur Förderung von Investitionen in Nationale Projekte des Städtebaus werden seit 2014 investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert.

Die in der Bauaufgabe enthaltenen 1.120 m² Nutzungsfläche wurden vom Architekturbüro AFF Architekten geplant. Davon sind 684 m² für Musik-, Bewegungs- sowie Seminarräume und 166 m² für ein öffentliches Campuscafé vorgesehen, das die Öffnung in den Stadtteil fördern soll. Der Entwurf überzeugt durch ein hohes Verständnis für das Gebiet Gropiusstadt und seine sozialen und städtebaulichen Besonderheiten.  

Spatenstich für das ZSB war am 5.3.2021.


Stimmen:


Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Sebastian Scheel:
„Im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus unterstützt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den Campus Efeuweg mit 6,6 Mio. €. Diese finanziellen Mittel kommen einem Projekt zugute, das in seiner Vielfältigkeit und Außenwirkung den Campus und den umgebenden Stadtraum verbindet. Der Neubau für das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg wird ein offenes und quartiersbezogenes Gebäude werden und damit für viele Menschen ein Ort der Begegnung sein.“

Bezirksbürgermeister Martin Hikel:
„Neukölln hat sich auf den Weg gemacht, in der Stadt Bildungszentren der Zukunft zu bauen. Bei unseren Campus-Projekten denken wir Bildung, Stadtteil, Erholung und individuelle Selbstbestimmung zusammen. Mit dem Campus setzen wir echte Integration um und geben früh Angebote, bevor es andere machen. Nicht hier die Schule und dort die Sporthalle, sondern alles an einem Ort, zugänglich für alle Menschen im Umfeld: ein wirklicher Begegnungsort. Das Zentrum für Sprache und Bewegung ist der zentrale Baustein für die weitere Entwicklung des Campus. Deshalb ist es ein besonderer Moment, den Spaten für die Zukunft unserer Kinder im Bezirk zu setzen.“

Bildungsstadträtin Karin Korte:
„Das Zentrum für Sprache und Bewegung ist etwas ganz Besonderes. Es wird nach seiner Fertigstellung große Impulse für die weitere Entwicklung der Gropiusstadt setzen und eine wichtige Schnittstelle zum Quartier bilden. Durch die transparente Struktur im Erdgeschoss wird das ZSB eine Freundlichkeit ausstrahlen, die die Nachbarschaft förmlich einlädt. Die Besucher*innen werden das neue Gebäude über eine zentrale Galerie- und Bewegungslandschaft betreten, die wandelbar ist. Ich freue mich, dass die künftigen Nutzer*innen sowohl die Akteur*innen des Campus Efeuweg als auch die Bewohner*innen des Quartiers sein werden. Damit kann ein generationsübergreifendes lebenslanges Lernen auf dem Campus, unterstützt durch unsere Volkshochschule und Musikschule,
endlich auch sichtbare Gestalt annehmen.“

Amtsleiter Weiterbildung und Kultur, Matthias Klingenberg:
„Das neu entstehende Zentrum für Sprache und Bewegung komplettiert den ganzheitlichen Bildungsansatz auf dem Campus Efeuweg. Es öffnet den Bildungsort für Erwachsene und wirkt so in den umliegenden Sozialraum in Rudow und der Gropiusstadt. Volkshochschule und Musikschule werden als wichtigste Akteure des Zentrums vielfältige und passgenaue Kursangebote für alle Bürgerinnen und Bürger machen; die hohe Aufenthaltsqualität im Zentrum trägt zusätzlich zu einer nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität im Quartier bei. Der Spatenstich erfüllt mich mit großer Vorfreude auf die nun nicht mehr allzu ferne Eröffnung des Zentrums für Sprache und Bewegung!“