Das Zentrum für Sprache & Bewegung (ZSB) – Zukunft des Lernens

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Tag der Städtebauförderung 2021

Mit dem Zentrum für Sprache und Bewegung entsteht auf dem Campus Efeuweg ein neuer Lern-, Bewegungs- und Begegnungsort für die ganze Nachbarschaft. Die Neuköllner Volkshochschule wird gemeinsam mit der Musikschule Paul Hindemith Neukölln, ALBA Berlin und weiteren wichtigen Akteur*innen ein vielseitiges Angebot ermöglichen.

Anlässlich des Tages der Städtebauförderung 2021 möchten wir im Videobeitrag über das Zentrum für Sprache und Bewegung informieren. Die Architektinnen und die aktuellen und zukünftigen Akteure auf den Campus geben einen Einblick in das zukunftsweisende Konzept und das geplante Programm im ZSB.

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Volkshochschule Neukölln

Die Volkshochschule Neukölln wird im ZSB ihren Programm-Schwerpunkt auf die Bereiche Sprachen, Bewegung, Tanz, Gesundheitsbildung, Grundbildung und Berufliche Bildung setzen. Geplant sind Fremdsprachenkurse, Deutschkurse für Eltern mit nichtdeutscher Familiensprache, Tanzkurse, Entspannungs-, Stressbewältigungs- und Fitnesskurse. Es wird Angebote zur Verbesserung der Lese-, Schreib-, Rechen-, Finanz- und Digitalkompetenz geben. Ebenfalls werden Kurse zum Erwerb von sozialen und beruflich relevanten Kompetenzen angeboten. Zudem sind Ferienprojekte für Schüler*innen, Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen geplant.

ALBA Berlin

Für ALBA Gropiusstadt wird im ZSB ein zentraler Anlaufpunkt geschaffen, an dem die ALBA Kiezkoordination und die ALBA Trainer*innen für Kinder, Jugendliche, Eltern und weitere Netzwerk-Akteure*innen vor Ort ansprechbar sind. Sie werden in den entsprechenden Räumen zusätzliche Sport- und Bewegungsangebote für alle interessierten Anwohner*innen aus dem Gebiet anbieten.

Musikschule Paul Hindemith Neukölln

„Musik ist die beste Sprache der Welt! Musik versteht jeder und jede! Egal, woher man kommt, egal, welche Sprache man spricht. Musik kann man immer und überall zusammen machen und gemeinsam erleben.“

Die Musikschule wird der ganzen Nachbarschaft die Möglichkeit geben ein Instrument zu lernen, zu singen oder zu tanzen. In den speziell ausgestatteten Räumen wird ein Unterrichtsprogramm für Kinder im Kita-Alter aus der Nachbarschaft angeboten.

Das ZSB gehört zu den „Nationalen Projekten des Städtebaus“, die im Rahmen des Bundesprogramms als Premiumprojekte der Baukultur in Deutschland gefördert werden.

Der Neubau des ZSB umfasst rund 10 Mio. Euro, wovon 2,7 Mio. Euro vom Bund und 6,6 Mio. Euro vom Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen finanziert werden.

Die in der Bauaufgabe enthaltenen 1.120 m² Nutzungsfläche wurden vom Architekturbüro AFF Architekten geplant. Davon sind 684 m² für Musik-, Bewegungs- sowie Seminarräume und 166 m² für ein öffentliches Campuscafé vorgesehen, das die Öffnung in den Stadtteil fördern soll. Der Entwurf überzeugt durch ein hohes Verständnis für das Gebiet Gropiusstadt und seine sozialen und städtebaulichen Besonderheiten.  Der erste Spatenstich für das ZSB erfolgte am 5. März 2021.

Spatenstich am 5.3.2021 mit Schulleiter Reinald Fischer, dem Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel und Bildungsstadträtin Karin Korte


Stimmen:


Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Sebastian Scheel:
„Im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus unterstützt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den Campus Efeuweg mit 6,6 Mio. €. Diese finanziellen Mittel kommen einem Projekt zugute, das in seiner Vielfältigkeit und Außenwirkung den Campus und den umgebenden Stadtraum verbindet. Der Neubau für das Zentrum für Sprache und Bewegung am Campus Efeuweg wird ein offenes und quartiersbezogenes Gebäude werden und damit für viele Menschen ein Ort der Begegnung sein.“

Bezirksbürgermeister Martin Hikel:
„Neukölln hat sich auf den Weg gemacht, in der Stadt Bildungszentren der Zukunft zu bauen. Bei unseren Campus-Projekten denken wir Bildung, Stadtteil, Erholung und individuelle Selbstbestimmung zusammen. Mit dem Campus setzen wir echte Integration um und geben früh Angebote, bevor es andere machen. Nicht hier die Schule und dort die Sporthalle, sondern alles an einem Ort, zugänglich für alle Menschen im Umfeld: ein wirklicher Begegnungsort. Das Zentrum für Sprache und Bewegung ist der zentrale Baustein für die weitere Entwicklung des Campus. Deshalb ist es ein besonderer Moment, den Spaten für die Zukunft unserer Kinder im Bezirk zu setzen.“

Bildungsstadträtin Karin Korte:
„Das Zentrum für Sprache und Bewegung ist etwas ganz Besonderes. Es wird nach seiner Fertigstellung große Impulse für die weitere Entwicklung der Gropiusstadt setzen und eine wichtige Schnittstelle zum Quartier bilden. Durch die transparente Struktur im Erdgeschoss wird das ZSB eine Freundlichkeit ausstrahlen, die die Nachbarschaft förmlich einlädt. Die Besucher*innen werden das neue Gebäude über eine zentrale Galerie- und Bewegungslandschaft betreten, die wandelbar ist. Ich freue mich, dass die künftigen Nutzer*innen sowohl die Akteur*innen des Campus Efeuweg als auch die Bewohner*innen des Quartiers sein werden. Damit kann ein generationsübergreifendes lebenslanges Lernen auf dem Campus, unterstützt durch unsere Volkshochschule und Musikschule,
endlich auch sichtbare Gestalt annehmen.“

Amtsleiter Weiterbildung und Kultur, Matthias Klingenberg:
„Das neu entstehende Zentrum für Sprache und Bewegung komplettiert den ganzheitlichen Bildungsansatz auf dem Campus Efeuweg. Es öffnet den Bildungsort für Erwachsene und wirkt so in den umliegenden Sozialraum in Rudow und der Gropiusstadt. Volkshochschule und Musikschule werden als wichtigste Akteure des Zentrums vielfältige und passgenaue Kursangebote für alle Bürgerinnen und Bürger machen; die hohe Aufenthaltsqualität im Zentrum trägt zusätzlich zu einer nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität im Quartier bei. Der Spatenstich erfüllt mich mit großer Vorfreude auf die nun nicht mehr allzu ferne Eröffnung des Zentrums für Sprache und Bewegung!“